Impact Mapping

Zweck

In der Softwarentwicklung taucht immer wieder das Problem auf, dass zwar eine Applikation entwickelt wird, diese aber nicht den eigentlichen Bedürfnissen der Anwender, bzw. Auftraggeber entspricht. Verschiedene Methoden der Anforderungs-Erhebung und des Projektvorgehens versuchen, diese Lücke zu schliessen. Was hat das mit dem Management von Non-Profit-Organisationen zu tun? Methodisch spielt es keine Rolle, ob die Bedürfnisse an eine Software oder an eine Dienstleistung definiert werden. Erst in der Detailspezifikation gibt es dann wesentliche Unterschiede. Gerade hier setzt Imapct Mapping an: Die Zielsetzung steht am Anfang, die eigentliche Umsetzung erst am Schluss.

Vorgehen

1. Phase: Vorbereitung

Zuerst werden die Ziele festgelegt. Ziele sind noch Lösungsneutral. Dabei wird SMART angewendet, um wirklich gut formulierte Ziele zu haben:

Spezifisch: Ist das Ziel genau umschrieben?

Messbar: Kann die Zielerreichung gemessen werden? Fallen operative Daten an, welche die Zielerreichung belegen?

Ansprechend: Fühlen sich die Involvierten angesprochen, können sie dahinter stehen und ist es herausfordernd?

Realistisch: Kann das Ziel erreicht werden?

Terminiert: Bis wann wird ein Ergebnis erwartet? Gibt es Meilensteine?

2. Phase: Mapping

Erst wenn die Zielsetzung klar ist, werden Lösungsmöglichkeiten entwickelt. Ausgehend von der Zielsetzung wird zuerst die Frage nach dem Why beantwortet:

Why?

Aus dem Zielkatalog wird ein Ziel herausgegriffen und nochmals überprüft, ob die Formulierung wirklich Lösungsneutral und SMART formuliert ist.

Who?

Die Aktoren und Stakeholder werden gesammelt. Dreierlei Typen von Aktoren werden unterschieden:

Primary actors: Diese profitieren unmittelbar von den Zielsetzungen, haben einen Nutzen. Es können Kunden, Nutzer oder Konsumenten sein.

Secondary actors: Sie erbringen die (Dienst-)Leistungen, um das Produkt zur Verfügung zu stellen.

Off-stage actors: Sie haben keinen direkten Bezug zur Leistung, aber ein Interesse an der Gestaltung. Dazu gehören Regulatoren und andere Stakeholders. 

Je Aktor werden die weiteren Äste der Impact Map weiter entwickelt.

How?

Hier geht es nicht um die Frage, wie das Produkt erstellt wird, sondern wie der Einfluss (Impact) sich auf die Aktoren auswirkt, was es braucht, dass sich die Aktoren so verhalten sollen, dass das Ziel erreicht werden kann.

What?

Erst jetzt gibt es eine erste Konkretisierung. Idealerweise werden User Stories entworfen, um aufzuzeigen, wie der Nutzer zu seinem Produkt kommt.

Weitere Informationen und Quellen

"Impact Mapping" von Gojko Adzic (Print on Demand)

http://imapctmapping.org

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